Drucker gehören mittlerweile zu jedem Computersystem. Neben den älteren Systemen wie Tintenstrahl-Druckern oder Nadeldruckern ist der Laserdrucker am häufigsten anzutreffen. Die Ausgabequalität der Grafiken und Texte ist sehr hoch. Dies gilt auch für die Arbeitsgeschwindigkeit und die anfallenden Kosten.
Laserdrucker beruhen auf dem Prinzip der Kopierer. Anders als bei den übrigen Druckern nutzt der Laserdrucker keine flüssige Tinte, sondern Toner, der als einfarbiges schwarzes Puder oder im Falle der Farbdrucker in vier Farben beim Druckprozess aufgetragen wird. Nach dem Prinzip der Elektrofotografie, auch Xerografie genannt, wird zunächst eine lichtempfindliche Trommel oder Endlosband aufgeladen. Auf diesen Fotoleiter schreiben Laser das zu druckende Druckbild. Wenn die Bildtrommel Toner aufnimmt, setzen sich Farbpartikel nur an den zuvor belichteten Stellen ab. Die Trommel wird mit Druck oder einer Rollbewegung über ein Blatt Papier bewegt. Durch die Verbindung von Druck und zugeführter Hitze entsteht eine dauerhafte Verbindung von Toner und Papier. Überflüssiges Tonerpuder wird in einem letzten Schritt wieder von der Bildwalze abgestreift.
Erfunden wurde der Laserdrucker von Gary Starkweather. Er begann die Entwicklung 1969 in der Forschungsabteilung von Rank Xerox und vollendete sie 1971. Starkweather modifizierte einen Kopierer, in dem er die Laser hinzufügte und so die Umsetzung der Daten in den Druck ermöglichte. Wie viele technische Errungenschaften war EARS, der erste Laserdrucker, nicht für den breiteren Einsatz tauglich. Er war zu groß, zu teuer und sein Betrieb zu kostspielig. Die kommerzielle Verwendung begann erst fünf Jahre später mit dem Laserdrucker von IBM. Auch dieser wurde aufgrund seiner Kosten zunächst nur im industriellen Bereich eingesetzt. Erst im Laufe der nächsten Jahre setzte sich der Laserdrucker durch die Massenproduktion, die Reduzierung der Größe und damit auch des Preises immer mehr durch. Heutzutage gehören Laserdrucker zu den günstigen und qualitativ hervorragenden Druckern, die den Anforderungen im geschäftlichen wie im privaten Bereich am besten gewachsen sind. Die Geräte selbst sind ebenso erschwinglich geworden wie der erforderliche Toner.